Dreirädriges Solarauto Aptera kommt 2021 endlich in Serie

Preis ab 21.000 Euro, Verfügbarkeit ab 2021 mit bis zu 1.600 Kilometer vollelektrischer Reichweite und Solarzellen zum Nachladen.

Es ist zweifelsohne eines der coolsten Elektroautos am Markt: Das dreirädrige Solarauto Aptera kommt tatsächlich ab 2021 in Serienfertigung auf den Markt. Ursprünglich ein Google-Projekt, war Aptera schon 2011 angekündigt worden – kam aber nie auf die Straßen. Jetzt versprechen die Eigentümer eine stattliche Reichweite von 1.600 Kilometern. Dank Solarzellen dürfte Nachladen etwa in Kalifornien nur in den seltendsten Fällen notwendig werden.

Der Aptera verspricht neben der Reichweite von 1.600 Kilometern ausreichend Platz für zwei Personen, die beispielsweise zum Strand fahren oder zur Arbeit pendeln. Der Antrieb ist direkt in die Räder integriert – das hat positiven Einfluss auf die Aerodynamik des Elektroautos. Und natürlich hilft auch der Aufbau mit drei Rädern, den Widerstand beim Fahren zu reduzieren (cw-Wert 0,13).

Reservieren kann man den Aptera bereits – für 100 Euro Gebühr. Besonders spannend wird es, in der Realität zu begutachten, ob die Solarzellen wirklich ausreichen, das Elektroauto bei normaler Nutzungsdauer quasi nie aufladen zu müssen – sicherlich eine Werbeaussage, die eher auf Australien oder Kalifornien zutrifft als auf einen Standort in Bayern. An besonders sonnigen Tagen sollen nach Angaben von Aptera 72 Kilometer Reichweite hinzugewonnen werden können.

Der Preis für den Aptera liegt bei ab (!) 21.350 Euro. Das Auto ist frontgetrieben mit 100 Kilowatt Antrieb. Die Reichweite kann man allerdings ein wenig eingrenzen: Wer lieber die Version mit 25 kWh-Akku nimmt, bekommt 400 Kilometer Reichweite geboten. Die 100-kWh-Variante hingegen verfügt über einen Allradantrieb mit 150 Kilowatt. Weitere Möglichkeiten sind 40 kWh (640 km) und 60 kWh (965 km). Die größte Variante kostet rund 38.700 Euro.

Blick ins Cockpit des Dreirads Aptera.

Übrigens machen die Aptera-Macher auch in der Konstruktion des Fahrzeugs einiges anders: das Fahrzeug besteht lediglich aus vier wichtigen Strukturteilen – gewöhnliche Fahrzeuge bestehen aus 300 entsprechenden Komponenten. Das ermöglicht den relativ günstigen Grundpreis des Fahrzeugs. Dazu nutzen sie 3D-Druckwerkzeuge, was zu weniger Arbeits- und Produktionsfläche führt. Ist die Nachfrage hoch, kann die Produktion so rasch skaliert werden.

Eine Nutzungsmöglichkeit für den Aptera haben sich die Entwickler noch ausgedacht: Integriert ist ein Zelt, so dass sich das Elektrofahrzeug auch für das nächste Abenteuer jenseits der normalen Straßen eignet.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

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