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Going Full Spectrum: Isar Aerospace zieht Bilanz zum ersten Testflug und die Zukunft der Raumfahrt in Europa

„Es war ein großartiger Test“ – so ordnen die Manager von Isar Aerospace den ersten Testflug ein. Nach dem erfolgreichen ersten Testflug seiner „Spectrum“-Rakete unter dem Namen „Going Full Spectrum“ gibt Isar Aerospace detaillierte Einblicke in die Mission und die damit verbundenen technologischen Fortschritte. Das bayerische Raumfahrtunternehmen unterstreicht die Bedeutung dieses Meilensteins für die europäische Raumfahrtindustrie und die eigene ambitionierte Vision.

Ein zentraler Aspekt, den Isar Aerospace hervorhebt, ist die vertikale Integration. Nahezu die gesamte Wertschöpfungskette, von Design und Entwicklung bis hin zu Produktion und Tests, liegt in den Händen des Unternehmens. „Wir haben die Teams, Maschinen, Produktionsprozesse, Infrastruktur und Teststände selbst aufgebaut“, erklärt ein Sprecher von Isar Aerospace. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Produktionskosten deutlich zu senken und gleichzeitig maximale Flexibilität und Unabhängigkeit zu gewährleisten.

Besonderen Dank richteten die Gründer bei einem Presse-Briefing an die Investoren, die an das Cleantech-Unternehmen geglaubt hatten, als es eine fixe Idee von drei Studierenden war. „Going Full Spectrum – die Mission war spektakulär“, sind sich die Manager sicher. Es könnte der Anfang einer aufregenden Raumfahrt-Geschichte sein, die Europa unabhängiger, sicherer und klimafreundlicher Macht.

„Spectrum“: Eine Rakete für den europäischen Markt

Die „Spectrum“-Rakete ist ein zweistufiges Trägersystem, das speziell für den Transport von kleinen und mittelgroßen Satelliten sowie Satellitenkonstellationen in die Erdumlaufbahn entwickelt wurde. Mit einer Nutzlastkapazität von bis zu 1.000 kg in den Lower Earth Orbit (LEO) und 700 kg in den Sun Synchronous Orbit (SSO) zielt Isar Aerospace darauf ab, einen wichtigen Beitrag zur wachsenden Nachfrage nach flexiblen und kostengünstigen Startmöglichkeiten in Europa zu leisten.

Startrampe in Norwegen als Schlüssel zur Unabhängigkeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der exklusive Zugang zum ersten Startkomplex für Orbitalstarts am Andøya Spaceport in Norwegen. Dieser Standort, der Ende 2023 offiziell eröffnet wurde, ist der erste operationelle Weltraumbahnhof auf dem europäischen Festland und bietet Isar Aerospace die Möglichkeit, Starts unabhängig von anderen Standorten durchzuführen.

Das Unternehmen adressiert einen Markt, der von hoher Nachfrage getrieben ist. Das französische Unternehmen Eutelsat Communications könnte als unabhängige Alternative zu SpaceX von Elon Musk aufgebaut werden. Passiert das, sind viele Transportflüge notwendig – womöglich durch Spectrum-Raketen von Isar Aerospace.

Going Full Spectrum: Spectrum 2 und 3 in Produktion

Obwohl der erste Testflug ein Test war, generierte er wichtige Daten, die helfen die Prozesse stetig zu verbessern. Die nächsten Raketen ist bereits in Produktion und Isar Aerospace geht davon aus, schon bald wieder einen Testflug durchführen zu können. Ziel des Unternehmens ist es, die Produktion solcher Raketen vollständig zu automatisieren – um irgendwann viele Satelliten für Kunden ins Orbit bringen zu können.

Isar Aerospace hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zum Weltraum für zukünftige Generationen zu öffnen. Mit einer Finanzierung von über 400 Millionen Euro und einem Team von über 400 Mitarbeitern aus mehr als 50 Nationen verfolgt das Cleantech-Unternehmen einen ehrgeizigen Plan, die Raumfahrtindustrie in Europa nachhaltig zu verändern.

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